Diebstahl im Unternehmen

Weit über 1 Millarde Euro hoch ist der Schaden, der in Deutschland dem Handel entsteht – wohlgemerkt von den eigenen Mitarbeitern oder Lieferanten. Dazu kommen nochmal circa 2 Milliarden Euro die durch den Diebstahl von Kunden entstehen. Und das sind nur die offiziellen Zahlen. Die eigenen Mitarbeiter kennen die Sicherheitsmaßnahmen und vor allem die Schwachstellen Ihres Unternehmens. Oftmals sind es langjährige Mitarbeiter die sich, aus den verschiedensten Motiven, an Ihre Unternehmen durch Diebstahl bereichern. Und solange dieser Diebstahl unentdeckt bleibt müssen Sie davon ausgehen, dass es immer wieder zum Diebstahl kommen wird. Und so wird der Schaden, den ihr Unternehmen erleidet von Jahr zu Jahr immer massiver, bis hin dass ihr Unternehmen im schlimmsten Fall in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät.

Die Wirtschaftsdetekei Reimann wird Ihnen hier mit einem umfassenden Konzept beratend zur Seite stehen und wir helfen Ihnen diesen Schaden in Ihrem Unternehmen abzustellen. Rufen Sie uns an!

Diebstahl im Betrieb

Bei der Personalüberwachung durch Detektive gibt es verschiedene Ansätze und Möglichkeiten. Neben einer Observation mit allen technischen und elektronischen Finessen kann die Personalüberwachung auch mit einer Videoüberwachung erfolgen. Der rechtssichere Beweis wird durch unsere Detektei zum Beispiel so erbracht, dass wir den Dieb auf frischer Tat verdeckt filmen. Vor Gericht sind die durch einen Privatdetektiv beschafften Beweise verwertbar, sodass diese bei Ihrer Anklage bzw. Strafanzeige genutzt werden können und die Straftat Diebstahl eindeutig beweisen.

Die Detektei Reimann konnte in verschiedenen Observationen im Bereich des Unterehmensdiebstahl rechtssicheres und gerichtsverwertbares Material für Mandanten ermitteln. Dies ist für einen Firmeninhaber ein sehr wichtiger Aspekt, wenn Sie den Diebstahl in ihrem Unternehmen effektiv abstellen möchten und dabei die seriöse Hilfe einer Detektei in Anspruch nehmen möchten. Unsere Ermittler sind geschulte Detektive mit langjähriger Erfahrung in Ermittlung und Observation und verfügen über das technische Hintergrundwissen.

Die Kosten für eine Detektei sind unter Umständen erstattungsfähig, wenn Sie beispielsweise gerichtliche Klärung beantragen und ein berechtigtes Interesse nachgewiesen werden kann. Dazu erhalten Sie gerne von uns weitere Hintergrundinformationen und wir nennen Ihnen auch aktuelle Gerichtsurteile, die das bestätigen.

Unternehmensdiebstahl

Fast in jeder deutschen Firma wird gestohlen – von den eigenen Angestellten. Auch die fristlose Kündigung ist offenbar keine Abschreckung. Die Unternehmen haben nur begrenzte Möglichkeiten, um des Problems Herr zu werden.
Ein bisschen Schwund ist ja immer, muss sich der Leiharbeiter im Daimler-Werk in Rastatt wohl gedacht haben. Gut zwei Jahre lang soll er regelmäßig Navigationsgeräte abgezweigt haben, die eigentlich für den Einbau in die Autos vorgesehen waren. Seine Frau soll derweil für ihn an der Pforte Schmiere gestanden und ihm eine Nachricht geschrieben haben, wenn die Luft rein war.
Laut Staatsanwaltschaft schaffte der 29-jährige Mechatroniker so mehr als 2500 Navigationsgeräte im Wert von rund 1,5 Millionen Euro aus dem Werk und verkaufte sie im Internet. Am Freitag wird der Fall vor dem Landgericht Baden-Baden weiter verhandelt.
Das Verfahren ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Diebstähle in Millionenhöhe kämen eher selten vor, sagt Frank Marzluf, der beim Wirtschaftsprüfer Deloitte für die Aufklärung solcher Fälle bei Unternehmen zuständig ist. Außerdem sei der Mann Leiharbeiter. „Der typische Täter arbeitet seit mehreren Jahren im Unternehmen. Er genießt ein gewisses Vertrauen, hat Netzwerke aufgebaut und kennt die Schwächen in Unternehmensabläufen“, erklärt Marzluf.

In fast jeder Firma wird geklaut

Geklaut wird nach Einschätzung des Wirtschaftsprüfers in fast jeder Firma: „Betrug, Unterschlagung und Untreue in nicht unerheblichem Umfang kommen bei etwa 50 bis 70 Prozent der Unternehmen vor.“ Die Dunkelziffer insbesondere bei Diebstahl sei enorm hoch, glaubt der Experte. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG schätzt, dass deutschen Firmen mit mehr als 50 Mitarbeitern in den vergangenen zwei Jahren rund sieben Milliarden Euro Schaden durch Diebstahls- und Unterschlagungsdelikte entstanden sind.
Besonders leidet demnach der Handel. Die Inventurdifferenz – also der Unterschied zwischen den Waren, die im Lager sein sollten, und denen, die tatsächlich da sind – liegt laut einem Bericht des Instituts EHI bei rund einem Prozent des Umsatzes. Das entspricht in etwa der schmalen Gewinnspanne in der hart umkämpften Branche.
„Alles, was von privat zu privat weiterverkauft werden kann, ist attraktiv“, sagt Stefan Heißner, Betrugsexperte bei Ernst & Young. „Vor allem Elektronikartikel, aber auch Bekleidung wird geklaut.“ Gerade im Handel sei der Spagat zwischen Sicherheit und Vertrauen groß. „Das ist eine Kosten-Nutzen-Abwägung“, erklärt Heißner. „Ganz verhindern werden Sie Diebstähle nie. Und je mehr Sie machen, desto mehr zeigen Sie den Mitarbeitern, dass Sie ihnen nicht vertrauen.“
Die Ursachen liegen nach Einschätzung Heißners sowohl in der Bezahlung als auch in der Unternehmenskultur. Werde von Vorgesetzten ein eher laxer Umgang mit Rechtsvorschriften vorgelebt, nähmen es die Mitarbeiter mit „Mein“ und „Dein“ möglicherweise nicht so genau.
Taschenkontrollen: keine gute Idee.

Am besten könnten sich Firmen mit Hilfe einer genauen Protokollierung oder durch Kontrollmechanismen schützen. „Wir hatten mal den skurrilen Fall, dass Mobiltelefone geklaut wurden und das Diebesgut gefunden wurde“, berichtet Heißner. Die Handys konnten dann aber nicht eindeutig dem Unternehmen zugeordnet werden, weil man nicht wusste, was genau gestohlen worden war. „Die IMEI-Nummern, die Seriennummern der Telefone, waren aus Kostengründen nicht gespeichert worden.“
Taschenkontrollen seien aber kein gutes Zeichen an die Mitarbeiter, warnt der Experte. In den USA sorgten solche Praktiken schon für Unmut: Leiharbeiter des Online-Händlers Amazon zogen vor Gericht, weil sie die Wartezeit als Überstunden vergütet haben wollten. In Deutschland kann theoretisch jeder noch so kleine Diebstahl und jede Unterschlagung zur fristlosen Kündigung führen, sagt Verena Braeckeler-Kogel, Arbeitsrechtlerin bei der Kanzlei Simmons & Simmons.
In der Praxis werde aber meist sehr genau abgewogen. „Ein Diebstahl im Wert von 5 Euro kann genügen, wenn der Mitarbeiter noch kein Jahr im Unternehmen ist“, sagt sie. „Im anderen Fall kann es bei einer Unterschlagung von 500 Euro nur eine Abmahnung geben, wenn der Mitarbeiter 25 Jahre im Betrieb unauffällig war und schon Mitte 50 ist.“
Eine Pflicht zur Anzeige gebe es nicht. Vor allem bei Bagatellfällen passiere das in der Regel auch nicht, um nicht unnötig Staub aufzuwirbeln. Herausragende Vorfälle wie bei Daimler würden dagegen schon zur Anzeige gebracht: „Bei einem größeren Fall versucht die Firma, eher mal ein Zeichen zu setzen.“ Bei Daimler allerdings will man nach dem Vorfall in Rastatt keinen Generalverdacht gegen alle Mitarbeiter aussprechen, betont ein Sprecher. „Wir pflegen eine Vertrauenskultur.“ Es werde auch in Zukunft kein Kontrolleur hinter jedem Mitarbeiter stehen.

(Quelle: ntv.de, Annika Graf, dpa)

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