Bonitätsprüfungen

Sie möchten in Erfahrung bringen, ob der Mieter ihrer Eigentumswohnung, oder der potenzielle Käufer, der sich für ihr Objekt interessiert, auch die wirtschaftlichen Grundlagen besitzt um ein zuverlässiger Mieter oder Käufer zu sein? Die Detektei Reimann ermittelt ob diese Person zum Beispiel ständig ihren Arbeitsplatz oder Wohnort wechselt, oder überhaupt über ein regelmäßiges Einkommen verfügt. Zudem kann es auch von Interesse sein wie hoch die finanziellen Verbindlichkeiten dieser Person sind. Oder Sie möchten herausfinden, ob der zukünftige Geschäftspartner auch wirklich bereits in ihrer Branche wirtschaftlich erfolgreich tätig war und wie sich dessen gesamtwirtschaftliche Situation gestaltet.

Bonitätsprüfungen für

Unsere Wirtschaftsdetektive der Detektei Reimann prüfen in ihrem Auftrag die Bonität dieser betreffenden Personen. Dazu zählen unter anderem: Firmeneintragungen, Bankverbindungen, Schuldenstände, Hypotheken und Arbeitsverhältnisse. Bei neuen Vertragspartnern kann so durch einen unserer Detektive geprüft werden, ob dieser seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt oder nicht. Die Abfrage von Schufa-Daten ist bei diesen Angelegenheiten nicht immer ausreichend. Ein Privatdetektiv der Detektei Reimann beschafft Ihnen Informationen, die über die Schufa-Abfragen hinausgehen.

Bonitätsermittlungen

Es gibt viele Gründe warum Sie zum Beispiel Adressen oder Anschriften von Personen benötigen. Sei es das es im familiären Bereich Schwierigkeiten gibt, weil Sie in einem Erbschaftsstreit diese Informationen benötigen. Oder genauso gut kann es auch möglich sein, dass Sie ein Opfer eines Mietbetrugs durch einen Mietnomaden geworden sind, und nun Forderungen gegenüber dieser Person durchsetzen möchten. In diesen Fällen kann es notwendig sein das ein Dokument an diese Person übergeben werden muss, oder ein spezielles Schriftstück innerhalb eines bestimmten Zeitraums zugestellt werden muss.

Durch gut organisierte und gezielte Ermittlungen, gegebenenfalls durch Datenbankabfragen, können unsere Detektive für Anschriftenermittlung Personen in vielen Fällen ausfindig machen.

Und das selbst, wenn es sich nur um wenige oder sehr alte Daten handelt. Privatpersonen sind oftmals sehr beschränkt in den Möglichkeiten über die Einwohnermeldeämter Informationen über zum Beispiel ehemalige Nachbarn zu erhalten. Oft erhalten Sie als Privatperson keinerlei Informationen in den Meldeämtern oder bei Telefongesellschaften, wenn Sie diese dringend benötigen. Hier kann ihnen die Detektei Reimann effektiv und seriöse Dienstleistungen anbieten die ihre Probleme lösen können.

Detailprüfung

Weiterführend sind zum Beispiel die Informationen zu einer Privatperson, wenn Sie umfangreiche Hintergrundinformationen wie die Zahlungsmoral eines potenziellen Käufers ihrer Immobilie oder ihrer Firma benötigen. Dazu gehören auch die Detailprüfungen wie beispielsweise über laufenden Kredite, oder ob die Person oder das betreffende Unternehmen sehr hohe Ratenzahlungen zu bewältigen hat. Diese Detailprüfung durch die Detektei Reimann kann daher sehr wichtig und aufschlussreich für Sie sein.
Wir nutzen für die Erstellung dieser Statistik alte und neue Daten der betreffenden Person oder des betreffenden Unternehmens, sodass sich daraus eine Historie ableiten lässt. Als Immobilienverkäufer können Sie mit der Privatdetektei Reimann zum Beispiel prüfen, ob Sie es mit einem seriösen Käufer zu tun haben oder nicht.
Die detailreiche Bonitätsauskunft unserer Detektei ist auch bei Unterhaltsstreitigkeiten ratsam, da ein Unterhaltsbetrug meistens über einen längeren Zeitraum erfolgt. Wenn Sie dann nachweisen können, dass Sie zum Beispiel ungerechtfertigt hohe Unterhaltsleistungen gezahlt haben, oder aber auch das Sie nachweisen möchten, dass der Unterhaltspflichtige seine Einkommensverhältnisse verschleiert hat, ist eine Bonitätsüberprüfung durch unsere Detektive sehr empfehlenswert.
Bitte kontaktieren Sie die Detektei Reimann und wir werden Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.

FAQ im Thema Bonitätsprüfung

Was ist eine Bonitätsprüfung?

Unter Bonität versteht man die Eigenschaft von Personen oder Unternehmen, Schulden zurückzahlen zu können und zu wollen. Bei der Bonitätsprüfung von Wirtschaftsauskunfteien wie zum Beispiel der SCHUFA werden hierzu Informationen gesammelt, anhand derer sich das abschätzen lässt. Diese Informationen werden über ein Scoring-Verfahren bewertet und geben dann die finanzielle Zuverlässigkeit dieser Person als eine Art Zeugnis aus.

Was kostet ein Privatdetektiv für Bonitätsprüfungen?

Die Kosten für einen Privatdetektiv bei Bonitätsprüfungen liegen ab 50,-€ zzgl. Mehrwertsteuer.

Was ist der Unterschied zwischen einer Bonitätsprüfung und der SCHUFA-Selbstauskunft?

Bei der Bonitätsprüfung werden verschiedene Informationen gesammelt und bewertet, die Hinweise auf die Kreditwürdigkeit einer Person geben. Jede Auskunftei hat hierfür ihre eigene Datenbasis und Methode, diese zu ermitteln.

Bei der SCHUFA-Selbstauskunft handelt es sich um die spezifische Bonitätsprüfung der Auskunftei SCHUFA, die die Kreditwürdigkeit einer Person in Form eines Dokumentes belegt – allerdings ohne die wichtigen personenbezogenen Daten weiterzugeben, auf deren Basis diese Einschätzung ermittelt wurde. Das heißt, die SCHUFA-Selbstauskunft kann an Dritte weitergegeben werden, ohne mehr als nötig über sich selbst preiszugeben.

Wie kann ich einen Privatdetektiv bei Bonitätsprüfungen beauftragen?

Sie können uns jederzeit, das heißt 24 Stunden / 7 Tage die Woche kontaktieren. Egal ob Sie uns anrufen möchten oder per Mail oder WhatsApp. Wir besprechen dann in Ruhe und kostenlos ihren Fall. Zögern Sie nicht und nehmen Sie sofort Kontakt mit uns auf.

Was kostet es, einen Detektiv bezüglich Bonitätsprüfungen zu beauftragen?

Egal welche Schwierigkeiten Sie momentan plagen: wir werden Ihnen helfen! Wir kalkulieren alle Kosten und transparent. Der Stundensatz liegt bei 50,-€ pro Stunde zzgl. Mehrwertsteuer.

Wie teuer ist ein Detektiv bei Bonitätsprüfungen?

Unsere Ermittler sind langjährig im Geschäft und sehr erfahren und keine „Hobbydetektive“ wie manch billigen Detekteien. Daher ist die Beauftragung eines professionellen Ermittlers nicht ganz billig. Die Kosten für einen Privatdetektiv liegen daher bei 50,-€ plus Mehrwertsteuer pro Stunde.

Bonitätsprüfung – wann muss die Bonität geprüfen werden?

Kreditinstitute, Unternehmen oder Vermieter prüfen die Bonität von Personen, wenn ein berechtigtes Interesse daran besteht. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn jemand bei der Bank einen Kredit aufnehmen will. Oder eben wenn der Vermieter einen Mietinteressenten hat, mit dem er einen Mietvertrag abschließen will. Wichtig hierbei: Der Vermieter muss sich bereits auf diesen einen Mietinteressenten festgelegt haben, das präventive Einholen von Bonitätsauskünften zum Beispiel bei der ersten Wohnungsbesichtigung, ist unzulässig.

SCHUFA, Selbstauskunft, Bonität – Was darf der Vermieter prüfen, verlangen?

Unter Selbstauskunft verstehen die meisten eine Art Fragebogen vom Vermieter, in dem der Mietinteressent einige Angaben zu sich selbst macht, damit der Vermieter ihn besser einschätzen kann. Bei der Selbstauskunft sind allerdings nur bestimmte Fragen zulässig

Die Frage nach der Bonität ist die nach der finanziellen Zuverlässigkeit oder auch Kreditwürdigkeit eines Mieters. Nach Belegen hierfür darf der Vermieter allerdings erst fragen, wenn er bereits einen Mietinteressenten ausgewählt hat und der Mietvertrag so gut wie auf dem Tisch liegt.

Ein möglicher Nachweis für die Kreditwürdigkeit ist eine Bonitätsauskunft, die bei der SCHUFA auch SCHUFA-BonitätsCheck oder SCHUFA-BonitätsAuskunft heißt. Es gibt daneben aber auch noch andere Anbieter solcher Bonitätsauskünfte, zum Beispiel Boniversum, Infoscore, Deltavista und Bürgel.

Alternativ kann der Vermieter zur Überprüfung der Solvenz auch nach Einkommensnachweisenfragen, wie zum Beispiel:

  • Lohn- oder Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate
  • Einkommensbescheinigung des Arbeitgebers
  • Rentenbescheid
  • Bewilligungsbescheid für Sozialleistungen

Eine weitere Möglichkeit, die Bonität als Mieter zu belegen, kann eine sogenannte Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vom Vorvermieter sein, in der dieser bestätigt, dass der Mieter keine Mietschulden hat und stets vertragsgemäß gezahlt hat. Allerdings ist der Vorvermieter nicht verpflichtet, diese Auskunft auszustellen. Darum kann der neue Vermieter sie auch nicht fordern.

Bonitätsprüfung: Woher stammen die Daten der Auskunfteien?

Die Daten der Auskunfteien stammen von Vertragspartnern, mit denen die Auskunfteien zusammenarbeiten – zum Beispiel Banken, Kreditkartenorganisationen, Energieversorger, Telekommunikationsunternehmen oder Inkassobüros; außerdem stammen sie aus öffentlichen Registern und Quellen.

Diese dürfen die Auskunfteien nutzen, sofern das Interesse des Verantwortlichen – also der Auskunftei – jenes der davon betroffenen Person überwiegt (Art. 6 Abs. 1 f DSGVO). Das dürfte bei Telefonverzeichnissen, Handels- und Vereinsregistern, Bundesanzeiger oder den öffentlichen Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte der Fall sein. Allerdings sei die Auskunftei verpflichtet, diese Interessensabwägung im Einzelfall vorzunehmen und zu dokumentieren.

Wer erhält Auskünfte über SCHUFA-Einträge?

Nicht jeder kann einfach Daten bei der SCHUFA einsehen, sondern nur Vertragspartner der SCHUFA. Wer eine Information will, muss erst einen entsprechenden Antrag stellen, dann wird die Berechtigung eingehend geprüft und die Auskunftei gibt die Daten weiter. Allerdings nicht alle, denn zwischen den Fragestellern wird unterschieden:

  • A-Vertragspartner mit Auskunftsberechtigung sind Banken, andere Kreditinstitute, Leasinggesellschaften, Kreditkartengeber oder ähnliche. Sie erhalten Auskunft über Positiv- und Negativmerkmale der Person.
  • B-Vertragspartner sind Händler, Immobilienwirtschaft oder Telekommunikationsunternehmen. Sie erfahren nur die Negativmerkmale.
  • F-Vertragspartner sind Inkassounternehmen. Ihnen werden nur die Adressdaten mitgeteilt.

Gibt es einen Kredit ohne SCHUFA-Auskunft und Bonitätsprüfung?

Ohne Bonitätsprüfung gibt es keinen Kredit, denn in Deutschland sind alle Finanzinstitute verpflichtet, die Kreditwürdigkeit zu überprüfen. Wenn die Bank also keine Auskunft bei der SCHUFA einholt, dann eher nur, weil sie diese von einer anderen Auskunftei bekommt. Auch ist diese Überprüfung nötig für die Bank, um finanziellen Schaden zu vermieden.

Definition: Was ist „Bonitätsprüfung“?

Prüfung der Bonität eines Vertragspartners vor Vertragsabschluss und während der Vertagslaufzeit.

Ausführliche Definition im Online-Lexikon
  1. Allgemein: Gegenstand der Bonitätsprüfung ist die Prüfung der Bonität eines Vertragspartners. Wird eine Kreditbeziehung eingegangen, spricht man von einer Kreditwürdigkeitsprüfung. Wird Kapital über den organisierten Kapitalmarkt (Börse) aufgenommen, so wird eine Prüfung zumeist extern über Ratingagenturen durchgeführt, entweder durch Beurteilung des Emittenten (Emittentenrating) oder einer einzelnen Anleihe (Emissionsrating).
  2. Anlässe: Kreditgeber prüfen vor Vergabe von Krediten die Bonität des Kreditnehmers. Das gilt sowohl für Unternehmen, die ihren Kunden Waren gegen Rechnung liefern bzw. ihnen Lieferantenkredite einräumen, als auch für Kredit- und Finanzierungsinstitute, die Kreditgeschäfte als Geschäftszweck betreiben. Auch im Emissionsgeschäft prüft ein Emissionskonsortium die Emissionswürdigkeit des Unternehmens, die für die Risikoeinschätzung von Anleihen und Geldmarktpapieren maßgebend ist. Darüber hinaus wird während der Kredit- bzw. Emissionslaufzeit die Bonität regelmäßig geprüft, um zu erkennen, ob und inwieweit sich die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls der Forderung erhöht.
  3. Inhalt der Bonitätsprüfung: Grundlage der Bonitätsprüfung sind die rechtlichen Verhältnisse (Kreditfähigkeit) sowie die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse (Kreditwürdigkeit) des Kunden bzw. Kreditnehmers. Darüber hinaus werden gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Bedingungen analysiert, die das zukünftige Zahlungspotenzial des Kunden mit bestimmen.
  4. Verfahren: a) Die traditionelle Bonitätsprüfung basiert auf qualitativen (z.B. Integrität, Marktchancen) und quantitativen (z.B. Einkommenshöhe, Ertragskraft) Kriterien, deren Auswahl und Gewichtung durch den Beurteiler vorgenommen wird. Für die Entscheidung über einen Vertragsabschluss wird dann eine vergleichende Bewertung vorgenommen. Im Privatkundengeschäft wird routinemäßig eine Auskunft einer Auskunftei (z.B. SCHUFA-Auskunft) eingeholt, um sich über das bisherige Zahlungsverhalten des Vertragspartners zu informieren. b) Mit mathematisch-statistischen Methoden soll eine objektive Bonitätsbeurteilung erreicht werden. Zu diesen Verfahren zählen insbes. die Diskriminanzanalyse, Credit-Scoring-Verfahren (Punktbewertungsverfahren) sowie eine Analyse mithilfe künstlicher neuronaler Netze. c) Eine Risikoeinstufung durch standardisierte Ratingsysteme kann entweder durch externe Ratings erfolgen, die von speziellen Ratingagenturen durchgeführt werden, oder durch interne Ratings, bei denen unternehmenseigene Bewertungssysteme angewendet werden. Für Kreditinstitute sind entsprechend der gesetzlichen Regelungen (MaRisk auf der Grundlage von §25a KWG) alle Kreditkunden hinsichtlich ihrer Bonität zu beurteilen, wobei insbes. eine Ausfallwahrscheinlichkeit der Forderung ermittelt wird, die wiederum maßgeblich für das benötige Risikokapital (Eigenkapital) ist.
  5. Ergebnisse: Grundsätzlich können zwei unterschiedliche Fehler bei der Bonitätsprüfung auftreten: Entweder wird das Geschäft mit dem Kunden getätigt, der dann allerdings Zahlungsprobleme bekommt (Fehler 1. Art) oder man lehnt ein Geschäft ab, obwohl der Kunde keine Zahlungsprobleme bekommen hätte (Fehler 2. Art). Mit einer Bonitätsprüfung wird die Gefahr eines unvorhergesehenen Zahlungsausfalls verringert. Bei unsicheren Erwartungen verlangen Kreditgeber Sicherheiten und erheben Risikoprämien in Form eines höheren Zinssatzes. Grundsätzlich gilt: Je besser die Bonität ist, desto günstiger sind die benötigten Finanzmittel und umgekehrt.

Vermieter wollen unbedingt sichergehen, dass ihre künftigen Mieter zahlungsfähig sind. Deshalb verlangen sie oft eine Bonitätsprüfung.

Mietinteressenten können bei verschiedenen Wirtschaftsauskunfteien eine Auskunft über die eigene Bonität anfordern und dem Vermieter als Beleg für ihre Bonität vorlegen. Solch ein Bonitätsnachweis stammt zum Beispiel von Auskunfteien wie der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung  (SCHUFA), Creditreform, Boniversum, Deltavista, Infoscore Consumer Data oder Bürgel.

Auskunfteien beziehen Informationen aus verschiedenen öffentlichen Quellen wie Telefonverzeichnissen, Handels- und Vereinsregistern, Veröffentlichungen im Bundesanzeiger, Publikationen über Insolvenzen, Vergleichen, Betriebsgründungen oder öffentlichen Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte. Auch die Zusammenarbeit mit Inkassobüros spielt hier eine große Rolle. Zudem dürfen Vertragspartner wie Banken nicht-vertragsgemäßes Verhalten bei den Auskunfteien melden, zum Beispiel Konten- und Kreditkartenmissbrauch oder Nichtzahlung von Forderungen.

Während alle Auskunfteien Negativdaten von Kreditinstituten sammeln – beispielsweise laufende Kredite und beantragte Hypotheken – speichern einige Auskunfteien wie Boniversum und Schufa auch Positivdaten. Solche Positivmerkmale sind Informationen zu vertragsgemäßen Verhalten wie langfristig bestehenden Girokonto-Verbindungen.

Mit diesen Unternehmen arbeiten die Auskunfteien zusammen

Vertragspartner der Auskunfteien sind Unternehmen, die mit ihren Leistungen und Lieferungen gegenüber ihren Kunden in Vorleistung treten und somit ein Kreditrisiko eingehen. Dazu zählen etwa:

  • Kreditinstitute
  • Leasingfirmen
  • Telekommunikationsanbieter
  • Energieversorger
  • Kauf- und Versandhäuser
  • Versicherungsunternehmen

Die Auskunfteien erhalten von diesen Vertragspartnern unter anderem Angaben zu schlechtem Zahlungsverhalten wie die Nichtzahlung von Forderungen oder die fristlose Kündigung eines Vertrages aufgrund eines Zahlungsrückstands.

Bonitätsprüfung: Diese Daten dürfen Auskunfteien speichern

Das neue Datenschutzrecht aus Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) macht es von einem sogenannten Erlaubnistatbestand abhängig, ob und welche Dateien eine Auskunftei speichern oder übermittelt bekommen darf.

Dabei ist in der Regel eine Interessensabwägung nach der Datenschutzgrundverordnung erforderlich (Art. 6 Abs. 1 f DSGVO). Das heißt, das Interesse des Verantwortlichen, hier also der Auskunftei, die Daten zu speichern, muss das Interesse der betroffenen Person überwiegen.

Auch schon vor Geltung des neuen Datenschutzrechts am 25. Mai 2018 durften Unternehmen nach dem alten Recht bonitätsrelevante Daten ohne Einwilligung der Betroffenen an die Auskunfteien übermitteln (§ 28a BDSG-alt). Doch nun gelten für Auskunfteien die allgemeinen Erlaubnistatbeständen der DSGVO.

Üblicherweise speichern Auskunfteien die folgenden Daten für die Bonitätseinstufung:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Anschrift, gegebenenfalls frühere Anschriften
  • Informationen über Bankkonten und Kreditkarten
  • Leasingverträge
  • Mobilfunkverträge
  • Zahlungsverhalten bei Handelsunternehmen und Versandhandel
  • Ratenzahlungsgeschäfte
  • Kredite
  • Bürgschaften
  • Etwaige Zahlungsausfälle bei angemahnten Forderungen

Diese Daten dürfen hingegen nicht gespeichert werden:

Informationen zu

  • Vermögen und Einkommen
  • Kaufverhalten
  • Beruf
  • Lebenseinstellung und Mitgliedschaften in Vereinen oder politischen Parteien
  • Familienstand
  • Nationalität
Bonitätseinstufung: So wird die Kreditwürdigkeit berechnet

Auf Basis der gesammelten Daten berechnen die Auskunfteien den Scorewert, der aufzeigt, ob der Verbraucher zukünftigen Zahlungsverpflichtungen voraussichtlich zuverlässig nachkommen kann. Bei diesem statistischen Verfahren ordnen die Auskunfteien die betreffende Person einer Vergleichsgruppe mit ähnlichen Merkmalen zu.

Dies bedeutet, dass sie entsprechend der Zahlungsmoral der Gruppe eingeschätzt wird. Hier wird vor allem beim Stichwort Geo-Scoring – der Ermittlung der Kreditwürdigkeit anhand des Wohnortes – Kritik laut, denn teilweise bekommen solvente Personen schlechte Scorewerte, weil beispielsweise die Nachbarn verschuldet sind.

Generell müssen die Auskunfteien zwar gemäß § 31 BDSG zur Berechnung des Werts ein wissenschaftlich anerkanntes mathematisch-statistisches Verfahren anwenden, allerdings müssen sie die konkrete Scoreformel der Bonitätseinstufung nicht offenlegen – diese fiel nach der alten Rechtslage unter das Geschäftsgeheimnis (BGH, Az.: VI ZR 156/13). Ob das nach der DSGVO und den erhöhten Transparenzanforderungen noch Bestand hat, werden die Gerichte entscheiden.

Was der Scorewert über die Kreditwürdigkeit aussagt

Je nach Auskunftei bewegt sich der Scorewert innerhalb einer bestimmten Skala. Während der Bürgel- Bonitätsindex von 1 bis 6 reicht, wobei 1,0 für eine geringe Ausfallwahrscheinlichkeit und 6,0 für Ausfall steht, bewertet Creditreform den Bonitätsscore auf einer Skala von 100 (sehr gute Bonität) bis 600 (sehr hohes Risiko).

Bonitätskriterien: Was den Scorewert beeinflusst und wie sich Kreditwürdigkeit steigern lässt
Wer wissen möchte, welchen Scorewert er hat und ob die gespeicherten Informationen auch richtig sind, sollte unter Berufung auf Artikel 15 der DSGVO eine Auskunft anfordern und auch angeben, dass der Scorewert errechnet werden soll. Diese erste Auskunft ist immer kostenlos, nur weitere Auskünfte innerhalb eines Jahres sind entgeltpflichtig (Art. 15 Abs. 3 DSGVO). Ist der Scorewert unerwartet schlecht, weil die diesem Wert zu Grunde liegenden Daten falsch sind, kann man gemäß Artikel 16 DSGVO einen Antrag auf Berichtigung stellen.

Entsprechen die Daten der Wahrheit, kann der Verbraucher den Scorewert verbessern, indem er beispielsweise Raten pünktlich bezahlt, auf Kleinkredite verzichtet oder überzogene Konten ausgleicht. Außerdem hilft es, häufige Wohnort- und Girokontenwechsel zu vermeiden und nicht mehrere Girokonten zu eröffnen.

Dann wird die Bonitätsprüfung negativ

Wer regelmäßig seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur unzureichend nachkommt, hat einen schlechten Scorewert. Als Hinweise für ein nicht vertragsgemäßes Verhalten gelten zum Beispiel ein von der Bank gekündigter Kredit, Informationen aus den öffentlichen Schuldnerverzeichnissen oder Zahlungsausfälle. All das sind Negativmerkmale, die in drei verschiedene Kategorien unterteilt werden, je nach Schwere des jeweiligen Verstoßes:

  • Weiche Negativmerkmale: Hierunter fallen zum Beispiel angemahnte und nicht beglichene Forderungen.
  • Mittlere Negativmerkmale: Das sind etwa Vollstreckungsbescheide und Zwangsvollstreckungen.
  • Harte Negativmerkmale: Hierzu zählen Haftbefehle zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung oder Verbraucherinsolvenzverfahren.

Säumige Zahler müssen aber nicht bei jedem Malheur einen negativen Eintrag fürchten: Erst muss er zweimal dazu angemahnt werden, die offene Forderung zu begleichen. Zudem muss er vier Wochen vor dem Eintrag durch das Unternehmen zur Bonitätsprüfung darauf hingewiesen werden, dass es zu einem SCHUFA-Eintrag kommt, sollte die Zahlung nicht erfolgen. Dies schreibt das Bundesdatenschutzgesetz vor (§ 31 BDSG).

Wenn Auskunfteien falsche oder alte Daten speichern

Hat ein Verbraucher eine Bonitätsprüfung angefordert und merkt, dass falsche Informationen gespeichert wurden, sollte er eine Berichtung der Daten verlangen.

Enthält die Bonitätsauskunft Fehler wie bereits getilgte Kreditraten, die nicht als solche gekennzeichnet sind, sollten Kreditnehmer unbedingt die Sperrung und Berichtigung der Daten verlangen. Generell sind Auskunfteien dazu verpflichtet, falsche personenbezogene Daten zu korrigieren (§ 35 Abs. 1 BDSG/Art. 16 DSGVO).

Wer falsche Informationen findet, sollte auch Vertragspartner wie Banken, bei denen sie Schuldner waren, ansprechen und sich erkundigen, ob diese den aktuellen Stand – beispielsweise nach Tilgung der letzten Kreditrate – an die Auskunfteien weitergeleitet haben. Ist dies nicht der Fall, sollten Betroffene die Bank um einen Erledigungsvermerk und die Weiterleitung an die Auskunftei bitten, damit diese die Daten aktualisiert. Generell sind alle Unternehmen verpflichtet, Änderungen zu den bisherigen Mitteilungen der Auskunftei mitzuteilen (Art. 19 DSGVO).

Doppelt hält besser: Zusätzlich sollte der Verbraucher die Auskunftei nochmals informieren, sobald die Bank ihm die Tilgung bestätigt hat. Bis der Sachverhalt geklärt ist, kann die Verarbeitung eingeschränkt – also die Daten in den meisten Fällen für andere gesperrt werden, wenn man das verlangt (Art. 18 DSGVO).

Löschfristen: Dann werden Daten aus der Bonitätsauskunft gelöscht

Sofern keine unrichtigen Daten vorliegen, kann der Verbraucher in der Regel schlecht verlangen, dass diese vorzeitig gelöscht werden. Die Auskunfteien in Deutschland haben allerdings gemeinsam mit den Landesdatenschutzbehörden einen eigenen Verhaltenskodex zu Löschfristen vereinbart, der eine Regelung für kürzere Löschfristen beinhaltet: 

Informationen Löschung nach
Forderungen aus z.B. Darlehen, Krediten, Ratenlieferungsverträgen oder Teilzahlungen drei Jahren nach Ausgleich der Forderungen
Vertragsdaten über Konten wie z.B. Girokonto, Kreditkarte, Energiekonto (ohne dass Forderungen bestehen) wenn das jeweilige Konto aufgelöst wird
Pfändungsschutzkonten, Basiskonten und andere Verträge mit Evidenzprüfung wenn deren Beendigung mitgeteilt wird
Bürgschaften wenn die Beendigung der Bürgschaft mitgeteilt wird
Handelskonten drei Jahre nach Zurückzahlen sämtlicher Forderungen

 

In diesen Fällen dürfen Vermieter eine Bonitätsprüfung einholen

Vermieter verlangen oft Nachweise für die Solvenz des Mieters. Aus Gründen des Datenschutzes dürfen sie das aber nur innerhalb eines fest abgesteckten Rahmens. Dabei darf der Vermieter erst dann eine Bonitätsauskunft verlangen, wenn er sich bereits auf einen Mietinteressenten festgelegt hat.

Gleiches gilt für den Fall, dass er sich vom Mieter die Erlaubnis geben lässt, die Auskunft selbst bei einer Auskunftei einzuholen. Eine Besonderheit gibt es nur bei größeren Wohnungsgesellschaften: Diese erhalten die Auskunft über einen Mietinteressenten auch ohne dessen Einverständnis, sofern sie ein Vertragspartner der SCHUFA sind.

Etwas früher kann der Vermieter dem Mieter eine Selbstauskunft zum Ausfüllen geben. Aber auch darin darf er nur begrenzt Informationen abfragen: Laut der „Orientierungshilfe zur Einholung von Selbstauskünften von Mietinteressenten“ der Datenschutzkonferenz darf er je nach Situation nur bestimmte Informationen einholen.

  • Beim Besichtigungstermin: hierbei sind nur Fragen nach Angaben zur Identifikation erlaubt, sowie bei Sozialwohnungen nach Angaben aus dem Wohnungsberechtigungsschein.
  • Bei Erklärung des Mietinteressenten, dass er die Wohnung anmieten will: Dann sind weitere Fragen zulässig, etwa nach Anzahl der Personen, die mit einziehen, dem Arbeitgeber oder ob ein Räumungstitel wegen Mietrückständen vorliegt.

Zu früh nach der Bonitätsauskunft gefragt: Das droht Vermietern

Wer als Vermieter schon umfangreiche Informationen verlangt, bevor überhaupt feststeht, dass ein Interessent überhaupt infrage kommt, verstößt gegen den Datenschutz. Dies ist eine Ordnungswidrigkeit, die nach Artikel 83 Abs. 5 DSGVO mit Geldbuße geahndet werden kann.

Zumindest theoretisch liegt hier der Bußgeldrahmen bei bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes des Unternehmens. Im Bereich der Wohnungswirtschaft sei bei derartigen Verstößen laut dem Datenschutzexperten allerdings nur eine wesentlich geringere Geldbuße realistisch.

Allgemein gilt: Was der Vermieter wissen darf, sollten auf jeden Fall auch Mieter kennen: ihre Kreditwürdigkeit. Ist alles im grünen Bereich, lebt es sich entspannter – sind die Werte kritisch, lässt sich dagegen etwas unternehmen. Denn mag die Selbstauskunft auch kostenlos sein, umsonst ist sie nicht.

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