Abrechnungsbetrug durch Außendienstmitarbeiter

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Unsere Detektei bekam 2019 einen Anruf von einem mittelständischen Unternehmen aus NRW für eine Ermittlung bei vermutetem Abrechnungsbetrug durch einen angestellten Außendienstmitarbeiter. Der Mandant beauftrage dann die Detektei Reimann, nachdem er uns verschiedenen Hintergrunddetails und Informationen zu dem Sachverhalt mitgeteilt hat. Wir konnten innerhalb von 24 Stunden mit der Ermittlung beginnen.


Der betreffende Außendienstmitarbeiter war langjähriger Angestellter des Mandanten und war ein sehr erfolgreicher Arbeitnehmer, bei dem es nur selten Anlass zu Kritik gegeben hatte. Schließlich wurde im Rahmen einer großen Revision festgestellt, dass es zu gewissen Ausgaben seitens des Mitarbeiters gekommen sei, die kaum mehr noch zu rekonstruieren waren. Teilweise wurden auch Buchungen von Dienstleistungen bemerkt, die eher ungewöhnlich für Außendienstmitarbeiter sind, und es wurde bemerkt, dass hohe Kosten angefallen waren, die durch Abbuchungen der immer selben Lokalitäten entstanden sind.

Abrechnungsbetrug nachweisen dank Detektive der Detektei Reimann
Abrechnungsbetrug nachweisen dank Detektive der Detektei Reimann

Der Außendienstler konnte jedoch immer die entsprechenden Belege zu den betreffenden Buchungen vorlegen und somit war der Verdacht auf Manipulation eher schwierig zu belegen. Unser Mandant hatte jedoch bemerkt, dass der Mitarbeiter sehr hohe Restaurantkosten einreichte, um diese erstattet zu bekommen. Allerdings erschien unserem Mandanten die Höhe der eingereichten Spesenbelege verdächtig. Nach Prüfung der Belege wurde festgestellt, dass die Menge an bestellten Essen und den bestellten Getränken eher auf eine 4-köpfige Gästeliste hindeutete, als die vom Außendienstmitarbeiter angegeben 2 Personen.

Wir stellten im Rahmen einer gründlichen Belegprüfung fest, dass der Mitarbeiter fast sämtliche Geschäftsessen und Geschäftstreffen in immer demselben Restaurant durchführte. Dies schien erst auf den zweiten Blick verdächtig, da es sich um ein Restaurant handelte, was unweit der Firmenzentrale unseres Mandanten lag. Da der Mitarbeiter aber im gesamten NRW Raum die Kunden unseres Mandanten besuchte, war es etwas merkwürdig, dass diese Geschäftspartner mehrere hundert Kilometer fahren, um in einem Restaurant einen Geschäftsabschluss zu feiern, anstatt das in einem ansässigen Restaurant zu feiern.

Unser Mandant hatte diesen Sachverhalt auch bereits mit dem Außendienstmitarbeiter besprochen aber dieser konnte dem Mandanten scheinbar plausibel erläutern, warum er immer dasselbe Restaurant aufsuchte. Zudem hatte der Mandant auch mit dem Restaurantchef gesprochen, und dieser bestätigte unserem Mandanten, dass der betreffende Außendienstmitarbeiter sehr oft seine Geschäftsabschlüsse mit seinen Kunden bei ihm feiere und er bestätigen könne, dass er oft Tische reservieren ließe, um dann mit seinen Kunden bei ihm im Restaurant zu feiern.

Abrechnungsbetrug beim Geschäftsessen
Geschäftsessen im Restaurant


Somit schien das Restaurant den Außendienstmitarbeiter zu bestätigen, und die eingereichten Kostenbelege passten auch alle zeitlich in das betreffende Zeitfenster. Auch die Höhe der Bewirtungskosten konnte immer wieder „erklärt“ werden und dem Mandanten blieb nichts anderes übrige, als diese Kosten zu übernehmen.

Unser Mandant teilte uns auf Nachfrage mit, dass der Außendienstmitarbeiter vor einem Geschäftsabschluss stehe und dieser vermutlich in Kürze diesen Abschluss mit dem neu gewonnenen Kunden feiern werde. Wir konnten dann ermitteln, dass der neue Kunde des Mandanten ungefähr 100 Kilometer vom Firmenstandort des Mandanten seinen Sitz hatte. Es schien uns dann etwas ungewöhnlich, dass man 200 Kilometer hin und zurück fährt, um ein Restaurant zu besuchen bzw. einen Geschäftsabschluss zu feiern. Aber das soll ja nun mal vorkommen, und somit haben wir dann einen Ermittler in dem betreffenden Restaurant platziert, der sich als einfacher Gast tarnte, um nicht aufzufallen.

Nach ungefähr 15 Minuten betrat der nun Verdächtige das Restaurant, und wurde vom Kellner freundlich und mit Vornamen begrüßt und zum reservierten Tisch geleitet. Interessant war zunächst, dass der verdächtige Außendienstmitarbeiter das Restaurant alleine betrat und das kein Geschäftspartner zu sehen war. Nach weiteren 10 Minuten betrat dann eine Frau mit zwei Kindern das Restaurant. Unser Ermittler konnte beobachten, dass diese Frau sich zum Tisch der Zielperson begab und begrüßte unsere Zielperson sehr zugewandt. Unserem Detektiv vor Ort war von dem Zeitpunkt an klar, dass es sich kaum um den Geschäftspartner handelt konnte.

Dann nahm die Frau und auch die beiden Kinder Platz am Tisch der Zielperson. Der Ermittler konnte dann auch dokumentieren, dass die Zielperson eine Bestellung beim Kellner aufgab und kurz darauf wurden zunächst Getränke und eine Zeit später wurden dann auch vier verschiedene Gerichte vom Kellner an den Tisch gebracht. Der Ermittler dokumentierte dann auch den Moment der Servierung durch den Kellner und kurz darauf begann dann die vierköpfige Gruppe die Mahlzeiten zu verzehren. Die Observation durch unseren Ermittler gestaltete sich recht einfach, weil er nur einen Tisch weiter Platz genommen hatte als die Zielperson. Der Ermittler konnte hören wie die Zielperson den Kellner darum bat die Rechnung zu bringen.

Ein Privatdetektiv der Detektei Reimann fotografiert im Auto
Abrechnungsbetrug

Als der Kellner an den Tisch der Zielperson trat, bezahlte dieser die Rechnung mit einer Kredit- oder EC Karte. Unser Detektiv konnte im weiteren Verlauf der Beobachtung feststellen, dass es sich offensichtlich um die Frau und die Kinder der verdächtigen Zielperson handelte, da die Kinder den Verdächtigen mit „Papa“ ansprachen und die Frau verwendete auch verschiedene Kosenamen, die darauf schließen ließen, dass sie nicht der verabredete Geschäftstermin war, den die Zielperson unserem Mandanten mitgeteilt hatte.

Der Kellner brachte dann einen Bewirtungsbeleg und nach weiteren zehn Minuten verließen alle vier Personen das Restaurant und begaben sich zum Parkplatz des Restaurants wo sich das Firmenfahrzeug der Zielperson und der Wagen der Frau befand. Unser Detektiv beobachtete, dass die beiden Fahrzeuge in dieselbe Richtung fuhren und so nahm der Ermittler die Verfolgung der Zielperson auf und konnte dokumentieren das beide vor einem Haus parkten und sich zusammen, mit den Kindern und der Frau, in das Haus begab. Der Ermittler konnte dann feststellen, dass es sich um das Wohnhaus der Zielperson handelte und offensichtlich lebte der Verdächtige mit der Frau und den vier Kindern zusammen in diesem Haus denn es stand nur ein Name auf dem Klingelschild und die Zielperson hat das Haus bis zum nächsten Morgen nicht mehr verlassen.

Wir haben dann unseren Mandanten darüber informiert und konnten ihm berichten, dass die Zielperson am Abend kein Geschäftsessen hatte, sondern das es sich um ein privates Treffen mit seiner Frau und den Kindern handelte. Nun musste unser Mandant abwarten bis der Verdächtige die Rechnung vom betreffenden Abend einreichen würde um dann sicher gehen zu können das der langjährige Mitarbeiter wissentlich manipuliert und unseren Mandanten damit betrügt. Der Verdächtige teilte unserem Mandanten mit, dass er das Geschäft mit dem neugewonnen Kunden für unseren Mandanten erfolgreich abgeschlossen hatte und das er gestern mit diesem das Ganze im Restaurant gefeiert hatte. Der Verdächtige hat dann tatsächlich die Rechnung eingereicht für das Datum, welches die Observierung durch unseren Detektiv vor Ort betraf.

Versicherungsbetrug durch Detektive der Detektei Reimann nachweisen
Abrechnungsbetrug durch Detektive der Detektei Reimann nachweisen

So konnte zunächst festgestellt werden, dass mindestens diese Abrechnung nicht korrekt war und es sich hier um einen Fall von Abrechnungsbetrug handelte. Unserem Mandanten gefielen diese neuen Informationen natürlich nicht und er war der Meinung das es sich hier eventuell nur um ein einmaliges Vergehen handeln könnte oder das die Zielperson nur aus Versehen den falschen Rechnungsbeleg eingereicht haben könnte. Dem konnten wir nicht widersprechen und stimmten ihm zu, jedoch mit dem Hinweis, dass der Verdächtige offensichtlich dann gleich mehrere „Fehler“ bei der Abrechnung begangen hatte.

Wir erläuterten dann unserem Mandanten das der Bewirtungsbeleg vom Verdächtigen selber ausgefüllt wurde und dort wurden von ihm insgesamt drei weitere Namen angegeben, die für den Kunden des Mandanten tätig waren und somit der Verdächtige bewusst diese Namen falsch angegeben hatte. Zudem wurden die Rechnungen durch das Restaurant auch etwas verändert da die georderten „Kinderteller“ in „Tagesspeise1“ und „Tagesspeise2“ aber die Gerichte der Erwachsenen ganz ohne Veränderung angegeben wurde, genauso wie die Getränke. Der Verdächtige achtetet somit darauf das die „Kinderteller“ nicht auf der Rechnung erscheinen und das waren dann aus unserer Sicht dann etwas zu viel „Zufälle“.

Wir boten dem Mandanten dann an, die Rechnungen aus den letzten sechs Monaten zu überprüfen um zu schauen, ob es dort ähnliche Belege geben würde. Nach kurzer Recherche und Ermittlung konnte unser Detektiv feststellen, dass die Zielperson in den letzten sechs Monaten sieben Rechnungen eingereicht hat, die alle von demselben Restaurant stammten und die alle identisch aufgebaut waren und man den Eindruck gewinnen konnte, dass diese Rechnungen somit alle privater Natur waren. Wir empfahlen dann unserem Mandanten den Verdächtigen damit zu konfrontieren und der Mandant kam dem auch nach.

Es wurde dann durch uns eine Mediation zwischen dem Mandanten und dem Verdächtigen durchgeführt, wo wir dem Verdächtigen dann zunächst den Verdacht unseres Mandanten erläuterten und dem betreffenden Mitarbeiter die Gelegenheit gaben dazu Stellung zu nehmen. Der verdächtige Mitarbeiter stritt dann alle Anschuldigungen ab und erklärte, dass er alle Abrechnungen immer korrekt eingereicht habe und er sich keinerlei Fehlverhalten bewusst sei. Wir erklärten dann dem Verdächtigen, dass wir mindestens einen Beleg gerichtsfest als Abrechnungsbetrug vorweisen können und wir baten dann unseren Mandanten die von uns zur Verfügung gestellten Beweisfotos vorzulegen die zeigten, dass er mit seiner Frau und seinen Kindern im Restaurant war und nicht mit den Kunden des Mandanten.

In diesem Moment konnte dann der Verdächtige sein Fehlverhalten nicht mehr leugnen und erklärte sich unserem Mandanten und gestand seinen belegten Betrug ein. Der Mandant war sichtlich verärgert, dass der Mitarbeiter erst nach Vorlage der Beweisfotos sein Fehlverhalten eingestanden hat und der Mandant erbat sich Bedenkzeit wie er nun weiter mit der Situation und dem Mitarbeiter verfahren sollte.

Unser Detektiv konnte somit nachweisen, dass der Mandant von einem langjährigen Mitarbeiter, der sehr erfolgreich im Unternehmen tätig war, betrogen wurde, um für sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen und wir konnten dafür sorgen, dass der verdächtige Mitarbeiter von seinem Arbeitgeber eine Bewährungschance erhalten hat und nach unserem Wissen immer noch für unseren Mandanten tätig ist, und das ohne weitere verdächtige Vorkommnisse.

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